Die Blechdose – von der Industrialisierung bis in die Neuzeit

Die Blechdose – von der Industrialisierung bis in die Neuzeit

Überlieferungen zufolge soll es die ersten Blechdosen bereits im alten Ägypten gegeben haben. Dies umfasst die Zeit von 4.000 vor Christus bis 395 nach Christus. Bei Ausgrabungen wurde zwar Aluminium gefunden, Dosen aus Blech jedoch nicht.

Der Erfinder der klassischen Blechdose, als Verpackungs- und Schmuckdose ist nicht bekannt. Die Konservendose, eine Weiterentwicklung der klassischen Blechdosen, wurde 1804 vom Pariser Konditor und Zuckerbäcker François Nicolas Appert erfunden und am 25. April 1810 von dem Engländer Peter Durand patentiert.

2.000 Jahre Stabilität


Im Jahre 2013 fanden Forscher vor der toskanischen Küste eine 2.000 Jahre alte Dose aus Blech. Eine Pillendose, die ihren Inhalt über zwei Jahrhunderte unter Wasser vor der vollständigen Zersetzung bewahrte (Quelle: <ahref="http://www.welt.de/gesundheit/article112489545/Jahrtausende-alte-Pillendose-gefunden.html">http://www.welt.de/gesundheit/article112489545/Jahrtausende-alte-Pillendose-gefunden.html</a>). Dank der Stabilität und Langlebigkeit der Blechdosen gewannen sie in der Geschichte immer weiter an Bedeutung.

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einer der beliebtesten Verpackungen. Sie war Umverpackung für Kakao, Tee, Tabak, Schuhcreme, Kaffee, Waschmittel und die verschiedensten Lebensmittel. Also Waren, die weder nass waren, noch besonders frisch gehalten werden mussten. Für zum Beispiel Fleisch oder tafelfertiges Obst waren die Dosen nicht geeignet.

Auch für Dinge, die Luftdicht und Lichtundurchlässig gelagert werden musste, zum Beispiel technische Geräte oder Filmmaterial war die Blechdose die sicherste Verpackung. Kunststoffverpackungen gab es zu dieser Zeit noch nicht; Man verwendete hauptsächlich Blech, Pappe, Holz und Glas.

In den 1970er Jahren wurden die Blechdosen unter anderem durch Plastikverpackungen und Blister abgelöst. Diese waren günstiger zu produzieren und eigneten sich auch zur Konservierung frischer Lebensmittel.

Die Konservendose


Die Konservendose ist eine Weiterentwicklung der klassischen Blechdose. Sie ermöglichte es ab 1810, Lebensmittel zu konservieren und damit auch zu transportieren. Die Haltbarkeit von Lebensmitteln wurde durch diese Entwicklung eklatant verbessert. Die Konservendose erlaubte den Import und Export frischer Waren und half dabei, Soldaten oder Matrosen bei langen Überfahrten ausgewogen zu ernähren.

Einsatzmöglichkeiten


Für die Herstellung von Blechdosen wird Weißblech, seltener Aluminiumblech verwendet. Die verzinnte Oberfläche des Weißbleches schützt vor Rost und bewahrt die gelagerten Lebensmittel vor Aromaverlust.

Früher nutze man die Blechdosen hauptsächlich zum Verstauen und Lagern von Lebensmitteln. Tabak, Kakao, Waschpulver und andere Dinge ließen sich mit ihrer Hilfe über einen längeren Zeitraum lagern. Sie boten Schutz vor Licht, Schädlingen und anderen Einflüssen.

Mit dem Einzug von Kunststoffverpackungen schien sich der Nutzen der Dosen aus Blech vorerst erledigt zu haben: Es gab günstigere und vor allem luftdichte Alternativen.
Trotzdem ist die Blechdose bis heute so beliebt wie damals. Sie erlebt sogar eine Art Renaissance.

Nostalgie und Nutzen


Die Blechdose weckt heute vor allem eines im Menschen: Nostalgie. Dosen mit einem einzigartigen Look sind gefragt wie nie.

Viele Unternehmen verkaufen ihre Produkte heute in aufwändig gestalteten Blechdosen oder bieten spezielle Sondereditionen an. Besonders zu Feiertagen sind diese Schmuckdosen sehr beliebt. Eine hübsch gestaltete Blechdose wirkt edler als eine Verpackung aus Pappe oder Kunststoff und die oft prunkvollen Dosen vermitteln den Kunden Wertigkeit.

Der Kreativität sind bei der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt. Das dünne Blech ermöglicht eine Vielzahl von Individualisierungsoptionen. Blechdosen lassen sich lackieren, stanzen, prägen, emaillieren, mit einer Lasergravur versehen und vieles mehr.
Sie lassen sich vollständig an das Design des Unternehmens anpassen und eignen sich, dank ihrer Langlebigkeit, auch hervorragend als Werbeträger.

Der Mehrwert für den Verbraucher und die Weiterbenutzung der Blechdosen sind hierbei von den Herstellern durchaus erwünscht. Im Gegensatz zu Papier- und Kunststoffverpackungen werden Blechdosen normalerweise nicht weggeworfen. Die meisten Haushalte verwenden die Dosen weiter um andere Dinge darin zu lagern. Aus diesem Grund eignen sich Blechdosen auch hervorragend als Werbegeschenk; Sie erregen Aufmerksamkeit und verbleiben noch lange Zeit im Besitz des Kunden.
 
Zudem entwickelte sich in den letzten Jahren eine Digitaldrucktechnik, die es erlaubt originelle private Fotos auf eine Metalldose zu drucken. Unter anderem bietet der www.1a-dosenshop.de vor allem für Gewerbekunden diese moderne Drucktechnik an. Es wird dort mit steigenden Umsatzzahlen bei personalisierten Blechdosen gerechnet. Auch die Auswahl an diversen Größen wird von Jahr umfangreicher. Das belegen unter anderem diverse Shops im Internet.

Blechdose mit einer Schleife umwickelt
Blechdose für die Nutzung als Geschenkbox. Einfache und kostengünstige Lösung.

In der Moderne herrscht die Digitalisierung

Auch der Verpackungen aus Weißblech haben die Neuzeit der Digitalisierung mitgemacht.  Neue Drucktechniken erlauben Firmen wie der Mathias Kolban Handelsvertretung (dosenwelten.de) auch in Kleinserie Kundendekore auf Metalldosen zu drucken. Hier wird derzeit die innovative Technik der UV-Farben genutzt, um das Produkt schnellstmöglich für den Kunden zu verpacken, ohne viel Zeit bei der Aushärtung der Farben zu verlieren.


Blechdosen auf einem Drucktisch eines Digitaldruckers
Die Metalldose Brief DIN lang bedruckt mit UV-Farben

Wie werden in 200 Jahren Blechdosen aussehen ?

Wie werden in 200 Jahren Blechdosen aussehen ?

Eine Frage, die man sich stellen kann, da es aufzeigt wo die Reise für Verpackungen insbesondere für Blechdosen hingeht. Natürlich ist es Blick in die Kugel, da viele Kriterien eine Rolle spielen. Daher werden auch einige Theorien vorgestellt.

Die erste Theorie, der Mensch entwickelt sich zu einem elektronischen Menschen, die Augen und das Gehirn sind an einem leistungsstarken Computer angeschlossen. Bei manchen Leute, so denkt man gleich dabei, würde es wahrscheinlich helfen, einen denkenden Computer zu haben. Nun zurück zu der Entwicklung eines zentralen Computers, dieser würd die bildliche Sichtweise der Augen steuern und auch Phantasien erzeugen können, obwohl sie gar nicht da sind. Das nun gesteuerte Auge sendet dem Gehirn die Wunschbilder, die es verlangt. Die Auswahl erfolgt durch den einzelnen Menschen aufgrund von Neigungen. Im Prinzip ist es eine Entwicklung wie im Drogenrausch. Sieht das, was man sehen möchte. Andere Dinge werden ausgeschlossen. Schöne neue Welt !

Blechdose mit nutzbarem Teller
 
Die andere Theorie liegt eher in der technischen Entwicklung von Materialien die der Mensch über Jahrhunderte genutzt und auch verbessert hat. Bei Verpackungen spielen die Kombination von Materialien eine große Rolle. Ein sich durchdachter Verpackungskörper wird mit neuen Werkstoffen kombiniert. Die Verpackungen sind teils aus Gold, da der Mensch es geschafft hat die Goldvorräte der Erde  aus dem Erdkern zu bergen. Bespickt sind die Verpackungen mit reinen Diamanten, da auch hier der Mensch ein Verfahren entwickelt hat, Kohlenstaub zu Diamanten industriell zu verdichten. Der Traum der Menschheit geht damit in Erfüllung, Gold und Edelsteine im Überfluss.

Die letzte Theorie besagt, es wird keine Verpackungen mehr geben. Die Ressourcenknappheit hat über die Jahre die Menschen veranlasst Ihr Konsumverhalten so zu ändern, dass Verpackungen und das Verschicken von Produkten und Gütern nicht mehr so notwendig ist. Vielleicht ist es auch die spannendste Theorie, da Sie eher an er heutigen Lebenswirklichkeit anknüpft. Wir können gespannt sein, wie die Entwicklung verläuft!.

Sie können aber hier und heute, in der realen Welt noch wunderschöne Metallverpackungen kaufen. Es ist also nicht zu spät!. Wir beim www.1a-dosenshop.de bedrucken diese auch nach ihren Vorlagen. Einfach mal vorbei schauen und Ideen sammeln. Sie müssen auch nicht 200 Jahre warten!

Haben Blechdosen sieben Leben ?

Haben Blechdosen sieben Leben ?

Man spricht es ja Katzen nach, sieben Leben zu haben. Aber Dosen?. Wir glauben, die Dose hat sieben Leben. Wer sich mit der Anwendung und Nutzung von Metalldosen beschäftigt, der hat schon einmal einen Vorteil, die Leben der Blechdose zu bestimmen. Das machen wir nun auch.
 
Blechdosen gestappelt  mit Katzenmotiv
 
Im ersten Leben ist die Blechdose gerollt in sogenannten Coils (Rollen), hier sind dann alle Dosen noch zusammen. Im zweiten Leben werden die Coils auseinander.  Dann geht es durch Druckmaschinen, viel Farbe drauf und auch noch ein Einbrand, die ähnlich einen Solarium wirkt. Dann gerollt und dann werden Blechtafeln gestanzt. Kleine Stücke, große Stücke und mittlere Stück. Es entsteht Teile des Rumpfes, des Bodens und des Deckels. Übrigens, der Deckel ist das Herzstück der Dose.

Im weiteren Lebensabschnitt der Blechdose kommt die Zusammenfügung. Der Rumpf wird gerollt, gefalzt und der Boden eingerollt. Damit ist der Körper in Funktion, nun wird der Deckel hübsch gemacht und auf den Dosenkörper gesteckt. Die Geburt ist damit erfolgt.
 
Nun erfolgt die Sammlung ganz vieler neugeborener Blechdosen, sogenannte Frischlinge, meist auf Paletten. Sind genug zusammen geht es meist in eine Keksfabrik. Blechdosen lieben einfach Dosen!. 
 
Nun erfolgt ein neues Leben für die Blechdose, der Deckel wird abgenommen, er war ja aufgedeckelt. Dann erfolgt eine frische Prise mit Luftdruck, sollen ja keine Geburtsrückstände noch in der Dose sein. Dann wird es ernst, die vorgepackte Keksrolle wird in die Dose gelassen. Geht meist gut, der Geburtskanal ist groß genug. Der Deckel wieder aufgestülpt und die Blechdöschen gehen in kleine Einheiten in Kartons.Über Spedition einem Grosslager und einem Verteilerlager werden die Blechdosen schlussendlich im Einzelhandel. Hier werden Sie meist in Augenhöhe platziert und strahlen nur sie vor Kaufanreiz. 

Ein neues Leben beginnt, der Kauf erfolgt. Man hofft auf anständige Käufer, die nicht schon in der Einkaufstüte die Dosen beschädigen. Im Haushalt kommt die Dose in den Schrank, bleibt da nicht lange, sind ja Kinder im Haus oder auch ein Fußballspiel im Fernsehen. Damit trennt sich die Dose vom Inhalt. Ein weiteres Leben hat begonnen. Landet die Blechdose nun im Mülleimer, war es dass. Wird die Blechdose, wie in 90% der Fälle weiter im Haushalt genutzt. Also ein neues Leb. Meist beginnt der Dienst dann in der Küche. Aufgemachte Hefepäckchen, Pfefferkörnervorrat oder auch Müsli wird darin gelagert. Die Arbeitszeit meist 3-4 Jahre, dann aufgrund vieler Unglücksfälle, wie aufgeplatzte Salzpackungen und das Runterfallen lassen, verkürzen die Arbeitszeit der Blechdosen und damit beenden wir auch hier diesen Lebensabschnitt. Ein neuer kann beginnen, meist im dunkleren Bereich des Haushaltes. Im Keller auf der Werkstattbank des Gatten, oder wenn die Blechdose mehr frische Luft wünscht, einen neuen Arbeitsplatz in der Garage. Schließlich müssen Schrauben, Nägel und Werkzeuge auch gut verstaut werden. Dieser Lebensabschnitt ist der längste einer Blechdose.

Sind Sie auf 7 Leben gekommen ?

Blechdose mit Hundemotiv
Was würden nur Hunde davon halten?

Historie der Blechdosen

Historie der Blechdosen

Ø1240 in Bohemia first tinplate for vessels & bottles
                 (pickled with fermented rye)
  
Ø1728 hot rolled tinplate with smooth structure
Ø1810 tinplate packaging for sterilized products (airtight)
                        by Peter Durand and August de Heine, UK


Ø1903 Foundation of „BMG“, Braunschweig
 
Ø1934 First Electrolytically tin cooated steel, Andernach
Mehr wie 760 Jahre Geschichte der Metallverpackungen. Plastik erst seit 1908 !
Blechdosen bedruckt nebenaneinder gestellt
Blechdosen im Digitaldruck in Kleinserie